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am 16. Mai

Ansporn für E-Auto!

Sarah Huber - Dass sich die E-Autos in Österreich nur schleppend durchsetzen, hat neben den bisweilen eher hohen Preisen einen ganz einfachen Grund: Das Henne-Ei-Problem!

Viele wissen, dass vor allem auf Kurzstrecken das rein elektrische Fahren zahlreiche Vorteile mit sich bringt. So gibt es neben Abgas- auch kaum Lärmemissionen. Einzig die Abrollgeräusche der Räder sind wahrnehmbar. Außerdem beträgt der Wirkungsgrad beim Elektromotor mehr als 90 Prozent, was diese Technologie zur derzeit mit Abstand effektivsten macht.

Das fehlende Angebot an öffentlichen Ladestationen nimmt den Bürgerinnen und Bürgern derzeit – neben noch sehr hohen Anschaffungskosten – aber den Mut, auf rein elektrisch betriebene Fahrzeuge umzusteigen. Es herrscht Reichweitenangst.

Um dieser Reichweitenangst entgegenzuwirken, müssen wir die nötige Infrastruktur schaffen. Wir dürfen nicht warten, bis andere aufgrund irgendwelcher besonderen Förderungen Projekte starten, auf deren Basis wir als Stadtgemeinde mitprofitieren. Wir müssen jetzt selber aktiv werden, damit Amstetten in diesem Bereich nicht der Entwicklung hinterherhinkt, sondern zur Vorzeigegemeinde avanciert.

Daher wollen wir an fünf verschiedenen Standorten in der Stadt E-Tankstellen, und zwar Schnelllader. (50 kW) Mindestens eine Anlage soll auf jedem unserer beschrankten Parkplätze sowie Bereich des Bahnhofs entstehen. Auch im Zentrum bedarf es dringend einer Schnellladestation. Besonders wichtig ist, dass die Ladestationen für alle einfach zugänglich gemacht werden. Ein möglichst offenes und einheitliches System ist Grundvoraussetzung. Eine solche E-Tankstelle kostet abzüglich der zu lukrierenden Förderungen etwa 50.000,- Euro. Dieses Projekt muss möglichst zeitnah umgesetzt werden, damit wir den Amstettnerinnen und Amstettnern rasch die nötige Infrastruktur liefern können um umweltschonend und verbrauchsarm mit dem Auto zu fahren.