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am 6. Oktober 2016

Wir wollen einen „Energie-Tausender“ für Alle!

Dominic Hörlezeder - Es braucht neue Anreize für die private Klimaoffensive

„Einen besseren Anreiz, um die private Klimaoffensive anzuschieben, gibt es nicht“, kommentiert die Sprecherin der Amstettner Grünen, Sarah Huber, die neue Idee der Grünen, den Energie-Tausender einzuführen.

„Es fehlt derzeit eindeutig an Selbstbestimmung für BürgerInnen bei bestehenden Förderungen von Klimamaßnahmen. Wir müssen die Menschen mehr ins Boot holen. Das fossile Zeitalter läuft ab und wir sollten endlich lernen ohne Öl und Gas auszukommen. Es gibt keinen Planet B“, so GRin Sarah Huber.

„Die eine möchte mit dem E-Bike aufs Auto verzichten, der andere möchte eine Photovoltaikanlage. Heute gibt es aber keine Förderung auf E-Bikes und für eine PV-Anlage muss oftmals ein Kredit aufgenommen werden. Um die Bürgerinnen und Bürger dazu zu bringen, um in Umweltschutz zu investieren, muss es finanzielle Anreize geben“, weiß die Grüne.

Daher setzen die Grünen in Niederösterreich auf eine neue Art von Förderung: „Jede Niederösterreicherin und jeder Niederösterreicher soll zusätzlich zu bestehenden Fördermöglichkeiten einmalig dafür belohnt werden, wenn er/sie in Klimaschutzmaßnahmen investiert – mit dem Energie-Tausender“, erläutert Sarah Huber, die Idee.

Wofür sich die NiederösterreicherInnen – also auch die BürgerInnen aus Amstetten den Tausender abholen, bleibt ihnen selbst überlassen: Das Prinzip Selbstbestimmung und Wahlfreiheit erachten die Grünen bei diesem Belohnungsystem als besonders wichtig: ob Photovoltaik, Öffi-Ticket, Fahrrad, Wärme mit Sonnenkraft, E-Bike oder E-Auto usw.– es müssen Anschaffungen im Sinne der Energieeffizienz und des Klimaschutzes sein.

Die Abwicklung soll über die entsprechende Abteilung des Amts der NÖ Landesregierung in St. Pölten erfolgen – und jedenfalls unkompliziert sein: „Anschaffungen tätigen, Rechnungen einreichen, Tausender bekommen“, so stellen sich die Grünen das vor.

Bleibt noch die Frage nach der Finanzierung, die gerne gestellt wird: „Die Gemeinde allein kann das nicht stemmen. Es muss ein Belohnungssystem des Landes sein. Wir wissen, dass Niederösterreich mit Steuergeld spekuliert und Steuergeld in Steueroasen parkt. Wir wollen, dass Niederösterreich in die Menschen und damit in den Klimaschutz investiert, statt spekuliert. Es ist höchste Zeit, die richtigen Prioritäten zu setzen. Auch unsere GemeindebürgerInnen leisten privat wichtige Beiträge für die Umwelt und den Klimaschutz. Eine Belohnung dafür ist nur rechtens“, so Huber abschließend.

Einen entsprechenden Antrag zur Einführung des Energie-Tausenders in Niederösterreich kann man seit 23. September 12 Uhr via Online-Voting auf www.noe.gruene.at/meinlandtag unterstützen!